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Antikriegstag

09/13/2022

Antikriegstag 2022: Für den Frieden!

Gegen einen neuen Rüstungswettlauf! Die Waffen müssen endlich schweigen!

Am 1. September 1939 wurde mit dem Überfall durch die deutsche Wehrmacht der zweite Weltkrieg begonnen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund, DGB, nimmt dieses Datum zum Anlass, um mit der Bezeichnung Antikriegstag vor den Folgen von Kriegen zu warnen und für Abrüstung und zivile Konfliktlösungen zu werben.

Kundgebung und Die-in auf dem Paradeplatz

Zum Antikriegstag gab es bundesweit zahlreiche Veranstaltungen darunter auch eine Kundgebung auf dem Paradeplatz in Mannheim. Aufgerufen hatten dazu der der DGB-Kreisverband Mannheim/Rhein-Neckar West sowie der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt, KDA und Katholische Arbeitnehmerbewegung, KAB. Das Friedensbündnis Mannheim und die DFG-VK-Gruppe MA-LU haben für den Antikriegstag geworben und mit einem „Die-in“ für Aufmerksamkeit gesorgt: Auf dem Boden liegende Aktive mit blutverschmierter Kleidung riefen mit einem „Die-in“ die zahllosen Kriegen getöteten Menschen ins Bewusstsein.

Zu den über 100 Anwesenden sprachen Sabine Leber-Hoischen, stv. DGB Kreisvorsitzende, Maximilian Heßlein, Wirtschafts- und Sozialpfarrer beim Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA), Marie Ostwald, DGB-Jugend ind Ralf Heller, DGB Kreisvorsitzender. Die Reden sind auf der DGB-Internetseite zum Nachlesen gespeichert. Aus der Rede von Ralf Heller, der DFG-VK-Mitglied ist, geben wir hier einige Aussagen wieder.

Heller verurteilte im Namen des DGB und seiner Mitgliedsgewerkschaften den Überfall Putins auf die Ukraine auf das Schärfste und sagte „Wir fordern die russische Regierung auf, den Angriffskrieg zu beenden, ihre Truppen zurückzuziehen und die territoriale Integrität der Ukraine wiederherzustellen.“

Keine Waffenlieferungen in die Ukraine

Auch wenn die Frage nach Waffenlieferungen quälend sei, habe sich der DGB-Kreisverband gegen Waffenlieferungen ausgesprochen angesichts einer weiteren militärischen Eskalation. Heller rief in Erinnerung, dass die weltweiten Militärausgaben bereits vor dem Ukrainekrieg 2021 insgesamt 2100 Milliarden US-Dollar betrugen und die zahl bewaffneter Konflikte zugenommen hat.

Um den Ukrainekrieg zu beenden, bedürfe es diplomatischer Bemühungen und eines Waffenstillstands. Heller sprach sich für Abkommen zur gegenseitigen Rüstungskontrolle und für eine neue internationale Initiative zur nuklearen Abrüstung. Es bedürfe einer neue Qualität in der Friedens- und Entwicklungszusammenarbeit einschließlich fairer Handelsabkommen.

Sozial-ökologische Transformation wichtig

Die Gewerkschaften tragen durch ihre Bemühungen dazu bei, dass Armut in Deutschland, Klimawandel, Pandemie und die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine nicht noch dramatischer Menschen mit niedrigen Einkommen belasten. Der DGB setzt sich für eine echte Entlastung gerade dieser Bevölkerungsgruppe ein. Heller forderte einen Energiepreisdeckel sowie mehr Steuergerechtigkeit.

Angesichts der schlimmer werdenden Folgen des Klimawandels müsse die sozial-ökologische Transformation vorangetrieben werden. Wie bei den wirtschaftlichen und sozialen Kriegsfolgen gelte es zielgerichtet die Menschen zu entlasten, die finanzielle Unterstützung am dringendsten brauchen.

Kategorie: Antikriegstag, Klima+Umweltschutz, Kundgebung+Mahnwache

10/11/2021

Die Aufrüstungsspirale muss ein Ende haben! Rüstungskontrolle und Atomwaffenverbot jetzt?

Informationsveranstaltung im DGB-Haus Mannheim aus Anlass des Antikriegstags 2020

Regina Hagen Antikriegstag 2020 im DGB-Haus Mannheim

Auf Einladung von DGB und Friedensplenum Mannheim hielt Regina Hagen am 9.9.2020 einen sehr informativen Vortrag

Bevor Regina Hagen Zahlen zu A-Waffen nannte, erinnerte sie in ihrem informativen Vortrag, daran, dass der Atomare Nichtverbreitungsvertrag vor 50 Jahren in Kraft getreten sei. Das renommierte Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI veröffentlicht seit Jahrzehnten seine Rechercheergebnisse über die weltweiten Rüstungsaktivitäten und nennt die Zahlen der Atomsprengköpfe, die die Atommächte besitzen. Laut SIPRI gab es Anfang 2020 weltweit 13.400 A-Bomben, wovon mehr als 90 Prozent von USA und Russland produziert wurden. Das sei immer noch eine viel zu große Menge, so Hagen, aber deutlich weniger als die einstmals vorhandenen 60.000 Sprengköpfe.

Echte Abrüstung durch den Mittelstreckenvertrag INF
Eine wichtige Ursache für diesen Rückgang ist der INF-Vertrag über die Reduzierung von A-Bomben und Trägerraketen, den die USA und die Sowjetunion unter Reagan und Gorbatschow 1987 unterzeichnet haben. Dieser echte Abrüstungsvertrag, der den Abzug von Pershing-und SS-20-Atomraketen aus Deutschland ermöglichte; wurde 2018 von Präsident Trump aufgekündigt und danach von Präsident Putin. Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig, gegen den Vertrag verstoßen zu haben.

Hagen nannte weitere Verträge, die einseitig  von Trump aufgekündigt wurden, sodass jetzt nur noch das 2009 vom US-Präsident und vom russischen Präsident abgeschlossene New-Start-Abkommen übrig ist. Dadurch wurde die Zahl der strategischen A-Waffen begrenzt, es läuft aber nächstes Jahr aus, wenn es nicht erneuert wird.

Alle Atommächte unternehmen enormen Anstrengungen, um ihre nuklearen Sprengköpfe und Trägerraketen quantitativ und qualitativ aufzurüsten, was sie verharmlosend Modernisierung nennen. Sowohl Russland als auch die USA geben dafür gigantische finanzielle Mittel aus, die sich für die USA auf unvorstellbare 1.800 Milliarden US-Dollar summieren. Hagen erwähnte, dass Russland beispielsweise Überschallraketen und Unterwasserdrohnen entwickle und Präsident Putin im Juni die Nukleardoktrin geändert habe. Russland werde ggf. auch als erster A-Waffen einsetzen, wenn es sich gegen einen massiven konventionellen Angriff nicht mehr konventionell verteidigen könne.

Gefährliche technologische und ideologische Entwicklungen
Eine weitere bedrohliche Entwicklung sei in den USA die Entwicklung von kleineren taktischen Atombomben, die eine geringere Sprengkraft als die Hiroshima-Bombe haben. Dadurch könnten sie besser auf den Trient-U-Booten der USA montiert werden und seien gut geeignet, militärische Konmandozentralen zu zerstören. Das verschaffe einen militärischen Vorteil und hebele gleichzeitig auch die nukleare Teilhabe aus.

Hagen kritisierte die Bundesregierung, die behaupte, mit der nuklearen Teilhabe (Bundeswehrpiloten üben mit Kampfflugzeugen, Atomwaffen ins Ziel zu befördern) habe sie einen Einfluss auf die atomaren Einsatzpläne und -entscheidungen. Diese Behauptung sei falsch wie der Jurist Bernd Hahnefeld von den Internationalen Jurist*innen gegen A-Waffen (IALANA) dargelegt habe. Sie verwies dabei auf den aufschlussreichen Artikel „Wie sich die Bundesregierung dem Völkerrecht widersetzt! Von Martin Singe der im „FriedenForum“ Nr. 5-2020 erschienen ist. Hagen erinnerte daran, dass der Internationale Gerichtshof nicht nur den Einsatz von A-Waffen als völkerrechtswidrig bewerte, sondern bereits die Androhung ihres Einsatzes.

Die von Saudi-Arabien seit Jahrzehnten betriebene Aufrüstung auch durch die von der Bundesregierung genehmigten Rüstungsexporte möglich. Es ist daher alarmierend, wenn Hagen darauf hinwies, dass Saudi-Arabien an der Atombombe arbeite und dabei von China und der USA unterstützt werde.

Der Atomwaffenverbotsvertrag – ein Lichtblick
Am 7.7. 2017 haben sich 124 Staaten in einer UNO-Konferenz getroffen und mit einer Mehrheit von 122 Stimmen den Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) beschlossen. 44 Staaten haben ihn bisher ratifiziert.  Wenn ihn 50 Länder ratifiziert haben, ist er völkerrechtlich verbindlich. Dann wären A-Waffen wie bereits biologische und chemische Waffen geächtet. Der Einsatz von A-Waffen sowie Bau, Weitergabe, Besitz und Annahme von A-Waffen wären dann völkerrechtlich verboten.

Die Nato übe massiven Druck auf die Staaten aus, die den AVV angenommen haben, um sie von der Ratifizierung abzuhalten, so Hagen. Das sei zwar im Sinne der Nato-Doktrin konsequent, denn beim Nato-Gipfel am 3. und 4.12.2019 habe die Nato betont, dass die Nato ein nukleares Bündnis sei, solange es A-Waffen gebe. Politisch und finanziell sei die Nato-Sicht völlig inakzeptabel. Hagen plädierte dafür, sich für den AVV einzusetzen, ob mit (Blockade-)Aktionen am A-Waffen-Standort Büchel oder mit dem ICAN-Städteappell oder der ICAN-Erklärung für Abgeordnete.

ICAN (International Campaign to Abolish Nuclear Weapons, Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen) ist ein internationales Bündnis von Nichtregierungsorganisationen das maßgeblich dazu beigetragen hat, dass der AWV beschlossen wurde. ICAN wurde dafür 2017 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Dank des Engagements von DFG-VK und Friedensplenum hat der Mannheimer Gemeinderat den ICAN-Städteappell beschlossen und die MdL Elke Zimmer, Boris Weirauch und Stefan Fulst-Blei die ICAN-Erklärung. Die Mannheimer MdB Gökay Akbulut hat die Erklärung in Eigeninitiative bereits vor langem unterzeichnet.

Kategorie: Antikriegstag, Atomare Abrüstung Stichworte: Atomwaffenverbotsvertrag, Regina Hagen

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