Erfolgreiches Engagement gegen Militarisierung

Weitere Unterschriften für ein Ende der Rekrutierung von Minderjährigen gesammelt

Das Antimilitaristische Bündnis Mannheim ist am 7. November 2020 in die Öffentlichkeit gegangen und hat Unterschriften gesammelt. Die Unterzeichnenden setzen sich dafür ein, dass Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer die Rekrutierung von Minderjährigen durch die Bundeswehr stoppt.

Die Aktion am Paradeplatz war ein Erfolg, weil viele Unterschriften gesammelt wurden und optisch auffällig auf eine besondere Form der Militarisierung in den Blick gerückt wurde. Wie in einer Pressemitteilung der Kampagne „Unter 18 nie! Keine Minderjährigen in der Bundeswehr“ vom 13.10.20 meldet, hat die Bundeswehr 2019 „1.705 unter 18-Jährige eingestellt. 747 von ihnen waren auch nach Ablauf der sechsmonatigen Probezeit noch minderjährig.“

Unterschriftensammlung am 7.11.2020 in Mannheim für das Ende der Minderjährigen-Rekrutierung durch die BundeswehrEs gab viele Interessierte und Diskussionswillige, die das ausgelegte Kampagnen-Faltblatt mitnehmen konnten und mit den interessante Gespräche geführt wurden. Zusätzlich lagen zwei Flugblätter des Bündnisses aus. Das eine prangert weitere Formen der Militarisierung an und stellt das Selbstverständins des Bündnisses dar. Im anderen werden die Auslandseinsätze der Bundeswehr aufgelistet und das von Kramp-Karrenbauer propagierte Freiwilligenprogramm „Dein Jahr für Deutschland“ und die darin eingeschlossene Grundausbildung an der Waffe als weitere Form von Militarisierung zurückgewiesen.

Was du tun kannst


Lesenswerte Informationen zur Werbung für die Aktion

Der Militarisierung entgegentreten - Antimilitarismus bleibt notwendig!

Unter 18 nie! Keine Minderjährigen in der Bundeswehr

Die DFG-VK-Gruppe Mannheim-Ludwigshafen arbeitet im Antimilitaristischen Bündnis Mannheim. Es wurde gegründet, weil die Bundeswehr im November 2020 auf Anregung des SPD-Landtagsabgeordneten Boris Weihrauch im Mannheimer Schlosshof ein öffentliches Gelöbnis durchführen wollte.

Militarisierung sowohl offensichtlich als auch verschleiert

Wir arbeiten im „Antimilitaristischen Bündnis Mannheim“ mit, das gegründet wurde, um der zuneh­menden Militari­sierung engagierten antimilitaristischen Wi­derstand entge­genzusetzen. Militarisierung erfolgt auf er­kennbare Weise durch Erhöhung von Rüstungsausgaben, Rüstungsfor­schung und -produktion und -exporte sowie durch Manöver und Bundeswehr-Auslandseinsätze.
Daneben gibt es die verschleierte Militarisierung, indem die Bundeswehr mit irreführender Wer­bung bereits bei Jugendli­chen penetrant für eine Verpflichtung beim Militär wirbt. Dass Soldat*in-Sein auch bedeutet zu tö­ten und getötet zu werden, wird bewusst in den Hintergrund gedrängt. Es soll der Eindruck entste­hen, es handle sich um einen Beruf wie jeder andere.

Rekrutierung von Unter-18-Jährigen durch die Bundeswehr verstößt gegen UN-Kinderrechtskonvention

Militarisierung erfolgt zusätzlich, indem die Bundes­wehr Unter-18-Jährige, Minderjährige also ge­zielt re­krutiert. Auch öffentliche Bundeswehr-Gelöbnisse die­nen dazu, den Einsatz von Rüstung und Soldat*innen als alternativlos darzustellen. Das Nachdenken über die mit Militärapparaten verbundenen und verfolgten wirt­schaftlichen und anderen Machtinteressen be­stimmter Leute soll dabei durch eine raffinierte Inszenierung aus Musik und feierlichem Pathos aus dem Bewusstsein ver­drängt werden.
Bei der Aktion am Paradeplatz werden Flyer des Antmilitaristischen Bündnisses über Auslandseinsätze der Bundeswehr und Faltblätter der Kampagne „Unter 18 nie! Keine Minderjährigen in der Bundeswehr“ verteilt.
Die Kampagne betreibt eine Internetseite mit vielfältigen Hintergrundinformationen, darunter ein Podcast „LIFEHACK PEACE #6: Minderjährige in der Bundeswehr“ sowie eine Petition, um die Re­krutierung zu stoppen.

Bei öffentlichen Aktionen werden Infotexte verteilt.

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