Auf der Brücke - Aktionswoche gegen Rüstungsexporte

Ungewöhnliche Werbung für das Rüstungsexportverbot

Zahllose AutofahrerInnen staunten nicht schlecht, als sie in der morgendlichen Rushhour auf dem Weg nach Mannheim an einem Brückengeländer Ungewöhnliches erblickten: Transparente mit den Forderungen „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“ und „Grenzen öffnen für Menschen. Grenzen schließen für Waffen.“ Diese haben Aktive der DFG-VK MA-LU aufgehängt, um auf diese Weise den Menschen, die man bei einem Infostand so nicht erreicht, etwas zum (Nach-)Denken mit auf den Weg zu geben. Mit dieser ungewöhnlichen Aktionsform hat sich die DFG-VK-Gruppe an der Aktionswoche gegen Rüstungsexporte beteiligt. Gemäß der Devise „einmal ist kein Mal“ haben sie die Aktion am Montag (am 10. Juni 2017) durchgeführt und am Dienstag und Mittwoch wiederholt. Angesichts der Notwendigkeit mit den eigenen Zeitressourcen schonend umzugehen, wurde die Aktion auf 7 bis 8 Uhr konzentriert.

Gespräche mit AutofahrerInnen war zwangsläufig nicht möglich, aber es gab etliche, die dennoch mit den Aktivisten kommunizierten und ihre Solidarität freundlich winkend zum Ausdruck brachten. Am zweiten und dritten Tag wurde die Aktion auf der Brücke in Rheinau durchgeführt, die die Straßenbahnhaltestelle erschließt. Mit Leuten die zur Haltestelle eilten, konnte man so einen kurzen Dialog führen. Dabei gab es zustimmende und ermunternde Äußerungen.

Es gab auch eine Reaktion der Polizei. Als die Aktivisten die Banner an der Brücke über die Reichskanzler-Müller-Straße zeigten, kamen nach einiger Zeit zwei Beamte und den Aktiven schwante Ungemach. Doch es kam anders. Die Aktvisten informierten über die Aktionswoche für das Rüstungsexportverbot und die begrenzt Dauer der Aktion. Daraufhin waren die Polizisten zufrieden und einer sagte sogar, dass er die Aktion und das Engagement gegen Waffenexport gut finden würde.

Viele Wege führen nach Rom, sagt das Sprichwort. Stimmt, dachten die Aktivisten, allerdings ist das Ziel in diesem Falle das Verbot von Waffenexporten. Nach dieser gelungenen Aktion werden sich die Aktivisten das nächste Mal wieder mit einem Infostand in der Fußgängerzone begeben oder sie stellen Bundestagsabgeordneten Fragen nach ihrer Einstellung zu Rüstungsexporte, oder sie treffen sich zur Diskussion im Friedensbüro und überlegen weitere Wege mit den Aktiven im Friedensplenum Mannheim. So oder so, wichtig ist, dass Ihr euch einbringt und mitmacht. Für Fragen und Anmerkungen gibt die Mail mannheim@dfg-vk.de, Facebook oder das Telefon (siehe Kontakt).

Aktionen zur Aktionswoche gab es auch in anderen Orten, siehe das Untermenü Berichte auf der Internetseite von Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!

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