Flaggentag der Mayors for Peace am 8. Juli

Mannheim hat sich 2020 zum ersten Mal beteiligt und für atomare Abrüstung ausgesprochen

Aufgrund einer Anregung der DFG-VK Gruppe MA-LU hat sich Mannheim 2020 erstmals am Flaggentag der Mayors for Peace (Bürgermeister für den Frieden) am 8. Juli beteiligt. Die beiden grünen Fahnen mit weißer Schrift und der Friedenstaube verschönerten die Rathausfassade ganz offensichtlich. DFG-VK und Friedensplenum Mannheim begrüßen es, dass sich die Stadt bei diesem Thema nun auch auf diese Weise eindeutig positioniert hat. MIt einer Solidaritätsaktion vor dem Rathaus haben Aktive von DFG-VK und Friedensplenum auf den Flaggentag hingewiesen und mittels Transparente verdeutlich, dass wir von der Bundesregierung fordern dem Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten und sich für einen Abzug der Atomwaffen aus dem Bundeswehrstandort Büchel einzusetzen.

In einer Presseerklärung haben DFG-VK und Friedensplenum auf wichtige Fakten und Zusammenhänge hingewiesen und aktuelle Forderungen gestellt.

Wer sind die Mayors for Peace?

Die Organisation „Mayors for Peace“ wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Aus der grundsätzlichen Überlegung heraus, dass Bürgermeisterinnen und Bürgermeister für die Sicherheit und das Leben ihrer Bürgerinnen und Bürger verantwortlich sind. So versucht die Organisation Mayors for Peace“ durch Aktionen und Kampagnen die weltweite Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern und deren Abschaffung zu erreichen. Das internationale Netzwerk hieß früher "Programm zur Förderung der Solidarität der Städte mit dem Ziel der vollständigen Abschaffung von Atomwaffen“.

Flaggentag setzt Zeichen

Am 8. Juli jedes Jahres setzen bundesweit Bürgermeister*innen an ihren Rathäusern ein sichtbares Zeichen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen.

Mit dem Hissen der Flagge des weltweiten Bündnisses der Mayors for Peace appellieren die Bürgermeister für den Frieden an die Staaten der Welt, Atomwaffen endgültig abzuschaffen.

Daten und Fakten:

Daten und Fakten

1991 wurden die „Mayors for Peace“ vom Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen als Nichtregierungsorganisation registriert.

Inzwischen gehören dem Netzwerk über 7800 Städte und Gemeinden aus 163 Ländern an. In Deutschland sind über 600 Mitglieder dem Bündnis beigetreten.

Das „Mayors for Peace“ Secretariat in Hiroshima ist der Hauptsitz der „Mayors for Peace“ Organisation, dessen Präsident zurzeit der Bürgermeister Kazumi
Matsui ist.

Für Deutschland stellt die Landeshauptstadt Hannover eine der Vizepräsident- und Exekutivstädte des Bündnisses und Lead City.

Der Nichtverbreitungsvertrag (NVV) und Non-Proliferation-Treaty (NPT), auch Atomwaffensperrvertrag genannt, trat 1970 in Kraft. Damit wurde festgeschrieben: Kein anderes Land außer China, Frankreich, Großbritannien, der UdSSR und den USA darf legal Atomwaffen entwickeln oder erwerben. Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea besitzen Atomwaffen und sind nicht Mitglieder des NVV.

Am 20. September 2017 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen (VN) den Vertrag zum Verbot von Atomwaffen (Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons, Atomwaffenverbotsvertrag) feierlich zur Unterschrift ausgelegt. Der Vertrag ist das Resultat einer neuen internationalen Bewegung, die sich für eine atomwaffenfreie Welt (sog. Global Zero) stark macht.

Der Konferenz blieben Deutschland, diverse NATO-Staaten sowie alle neun Atomwaffenstaaten (China, Frankreich, Großbritannien, Indien, Israel, Nordkorea, Pakistan, Russland und USA) fern. Unsere Regierung hat bislang diesen Vertrag nicht unterzeichnet.

Wir fordern unsere Regierung auf den Vertrag zum Verbot von Atomwaffen zu unterschreiben.

Wir fordern den Mannheimer Bürgermeister als „Mayors for Paece“ auf, sich für die Unterschrift einzusetzen und bei unserer Regierung Nachdruck zu verleihen.

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