Atomwaffen abrüsten! Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnen!

Mahnwache für atomare Abrüstung aus Anlass des Hiroshima-Tages

Mo. 06.08.2018, 18-19 Uhr, Marktplatz Mannheim

Anhand von Fotoplakaten verdeutlichen wir, wie viel Leid und Zerstörung die A-Waffen-Einsätze auf Hiroshima verursacht haben. Außerdem legen wir Informationsmaterialien aus, die über Atomwaffen informieren und was man für deren  Abschaffung tun kann und was die Kampagne „Büchel ist überall! Atomwaffenfrei.jetzt (www.atomwaffenfrei.de) und die Kampagne zur Abschaffung der Atomwaffen ICAN machen.

Den Flyer zur Mahnwache herunterladen (fälschlicherweise steht darin ein falsches Datum)

Presserklärung der DFG-VK Gruppe Mannheim-Ludwigshafen vom 2. August 2018

Die Bundesregierung zur Unterzeichnung des UN-Atomwaffenverbots und zum Abzug der US-Atomwaffen drängen

Am 6. und der 9. August 1945 setzten die USA die Atombombe gegen die Bevölkerung von Hiroshima und Nagasaki ein. Etwa 92.000 Menschen starben sofort und 130.000 weitere bis Ende 1945. Auch in den folgenden Jahren starben weitere Tausende Menschen an der radioaktiven Strahlung.

Das atomare Wettrüsten kostete und kostet zahllosen Menschen auch in anderen Ländern das Leben: Atombombenversuche haben die radioaktive Strahlung und das Krebsrisiko erhöht und sie habe ganze Landstriche wie beispielsweise das Bikini-Atoll unbewohnbar gemacht. Menschen wurden absichtlich der radioaktiven Strahlung ausgesetzt, um die Atombombenwirkung zu optimieren. Unmengen an Geld wurden und werden für die Perfektionierung und „Modernisierung“ von Atomwaffen verschleudert. Menschlicher Erfindungsreichtum und Schaffenskraft werden statt für die Lösung wirklicher Probleme für die Atomrüstung verschwendet.

Atomare Abrüstung ist Realität

Der Hiroshima-Tage ist besonders geeignet, um an das unsägliche Leid der getöteten und verletzten Menschen zu erinnern und auf die weltweite Abschaffung und Vernichtung aller Atombomben zu drängen. Obwohl die USA und die Sowjetunion im INF-Abkommen den Abzug und die Verschrottung aller landgestützten atomaren Raketen kurzer und mittlerer Reichweite vor dreißig Jahren beschlossen und umgesetzt haben, gibt es weltweit immer noch 15.000 Atombomben. Abrüstungsabkommen sind nicht nur eine schöne Idee sondern Realität. An jene Phase der Gesprächs- und Verhandlungsbereitschaft zwischen den beiden führenden Atommächten müssen die Atomstaaten anknüpfen. Ein weiteres Beispiel eines nützlichen völkerrechtlichen Vertrags ist das Atomabkommen mit dem Iran, mit dem der Iran auf Atomwaffen verzichtet hat.

UN-Atomwaffenverbot

Im Juli 2017 hat die Mehrheit von 122 Staaten in der UNO das UN-Atomwaffenverbot beschlossen. Das ist ein mutiger Schritt von historischer Bedeutung, der den Ausweg aus der Sackgasse des atomaren Wettrüstens eröffnet, welches auch durch den Atomwaffen-Sperrvertrag (NPT) nicht beendet wurde.

Durch den NPT wurde die Zahl der Atomwaffenstaaten mehr schlecht als recht einigermaßen im Zaum gehalten werden. Aber nicht alle Atomwaffenstaaten haben den NPT nicht unterzeichnet. Die Verpflichtung für die NPT-Unterzeichnerstaaten ernsthafte Verhandlungen mit dem Ziel der vollständigen nuklearen Abrüstung zu führen, wird den NPT-Staaten ignoriert.

Friedensnobelpreis für die Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN)

Das Nobelpreiskomitee sieht im Atomwaffenverbotsvertrag eine historische Chance und würdigte den Einsatz der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) mit dem Friedensnobelpreis, weil diese konsequent und mutig für atomare Abrüstung und auch den Atomwaffenverbotsvertrag gekämpft hat.

Atomwaffen kein notwendiges Übel sondern das ultimative Übel

Die Japanerin Setsuko Thurlow ist eine Überlebende des Atombombenabwurfs (Hibakusha) und sie setzt sich für atomare Abrüstung ein. Bei der Nobelpreisverleihung 2017 in Oslo charakterisierte sie in ihrer Dankesrede das atomare Rüsten sehr treffend.

„Neun Nationen drohen noch immer damit, ganze Städte in Schutt und Asche zu legen, das Leben auf der Erde zu zerstören und unsere schöne Welt für zukünftige Generationen unbewohnbar zu machen. Die Entwicklung von Kernwaffen bedeutet nicht den Aufstieg eines Landes zu Größe, sondern seinen Abstieg in die dunkelsten Tiefen der Verderbnis. Diese Waffen sind kein notwendiges Übel, sie sind das ultimative Übel.

Am 7. Juli diesen Jahres war ich von Freude überwältigt, als die große Mehrheit der Nationen der Welt dafür stimmte, den Vertrag über das Verbot von Atomwaffen anzunehmen. Nachdem ich die Menschheit in ihrer schlimmsten Form erlebt hatte, erlebte ich an diesem Tag die Menschheit in ihrer besten. Wir Hibakusha haben 72 Jahre auf dieses Verbot gewartet und wir hoffen, dass dies der Anfang vom Ende der Atomwaffen sein wird.“

Appell an die Bundesregierung unterzeichnen

Die DFG-VK setzt sich gemeinsam mit ICAN und weiteren Organisationen dafür ein, dass die Bundesregierung das UN-Atomwaffenverbot unterzeichnet und sich für den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland einsetzt. Die DFG-VK unterstützt den Appell „Unterzeichnen Sie das UN-Atomwaffenverbot“ an die Bundesregierung und sammelt dafür Unterschriften. Die DFG-VK Mannheim-Ludwigshafen und das Friedensplenum Mannheim veranstalten am 6. August 2018 am Marktplatz Mannheim ab 18 Uhr die Mahnwache „Hiroshima mahnt: Atomwaffen weltweit abrüsten!“

Die DFG-VK ruft die Bürgerinnen und Bürger auf, an der Mahnwache teilzunehmen um die Notwendigkeit der atomaren Abrüstung in die Öffentlichkeit zu bringen. Bei dieser Gelegenheit kann der Appell an die Bundesregierung unterzeichnet werden.

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