Quellenliste zur Militarisierung der EU

Die folgenden Quellen zum Thema Militarisierung sind sehr lesenswert. Aufgrund der in ihnen genannten Fakten und Zahlen und erklärten Zusammenhänge sind sie zur Vorbereitung auf die MontagsDiskU! gut geeignet und auch noch danach lesenswert.

Aus einer antimilitaristischen Perspektive beobachtet und analysiert insbesondere die „Informationsstelle Militarisierung“ (IMI) die Entwicklung in der Europäischen Union. Sie veröffentlicht ihre Analysen in unterschiedlichen Artikeln z. B. in Form aktueller Kurzmeldungen und in längeren Artikeln. Sie publiziert außerdem Broschüren und Podcasts.

PESCO: Historischer Rüstungsschub? von Jürgen Wagner
Am 13.11.2017 haben 23 EU-Länder die „Ständige Strukturierte Zusammenarbeit“ (englische Bezeichnung PESCO) beschlossen, die als ein Meilenstein (Sigmar Gabriel) für eine Europäische Armee gewertet wird. In einem „Aktivierungspapier verpflichten sich die Teilnehmerländer u. a. darauf die Rüstungsausgaben zu erhöhen.

♦  EUropas Rüstungshaushalt Kommission legt detaillierten Fahrplan vor, von Jürgen Wagner; IMI-Standpunkt 2017/15

Die IMI-Broschüre „Kein Frieden mit der Europäischen Union“ beschäftigt sich sowohl mit der inneren wie auch der äußeren Militarisierungsdynamik. Von den zahlreichen Beiträgen geben v. a. die folgenden Aufsätze einen grundlegenden Zugang.

Eine militarisierte EU braucht kein Mensch! Dreieinhalb Minuten Statement von Katrin Vogler, ehem. DFG-VK-Vorsitzende, heute MdB (Die Linke) mit dem Schwerpunkt Außen- und Friedenspolitik.

„Vernetztes Handeln“ und Zusammenarbeit in Europa aus der Sicht des Konzeptes von „Friedenslogik statt Sicherheitslogik“ von Ulrich Frey.

Der Aufsatz beschreibt die zwei gegensätzlichen Konzepte. Die Sicherheitslogik setzt auf militärische Maßnahmen, wohingegen die Friedenslogik auf diese verzichten will.
Der Artikel kann auf der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung Netzwerk der Zivilgesellschaft zur Überwindung von Gewalt abgerufen werden.

Europäische Union auf dem Prüfstand, Buchbesprechung von Karl-Heinz Peil des Buches von Andreas Wehr: Der europäische Traum und die Wirklichkeit – Über Habermas, Rifkin, Cohn-Bendit, Beck und die anderen, 155 Seiten, 12,90 Euro.

Peil sieht die Stärke des Buches darin, dass es die Europa-Vorstellungen von so bekannten Personen wie Habermas, Cohn-Bendit u. a. als Ideologie entlarvt. Mit dem Schreckensszenarium eines drohenden Abstiegs wollten diese die EU-Bürger Europa dazu bringen Opfer zu bringen und zwar für die Mobilisierung der politischen und ökonomischen Ressourcen der Mitgliedsländer im Interesse der Vertiefung der Integration. Die Buchbesprechung ist im FriedensJournal 3-2014 auf S. 12 veröffentlicht worden. Auf Seite 4 steht der Aufsatz „Union der Aggressoren. Wie militaristisch ist die EU?

Profiteure der High-Tech-Vergrenzung
von: Christoph Marischka, der Artikel wurde zuerst in der Zeitschrift Friedensforum 6/2017 abgedruckt. Er kann als IMI-Analyse 2017/42 heruntergeladen werden. Er stellt dar, wie Rüstungskonzerne auch mit dem Bau von Grenzsicherheitsanlagen Geschäfte machen.

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