„Frieden in Bewegung“

Die NaturFreunde Friedenswanderung durch Deutschland

Unter dem Motto „Frieden in Bewegung“ veranstalteten die NaturFreunde Deutschlands vom 12. Mai bis 4. Juli 2021 eine Friedenswanderung von Hannover bis zum Bodensee.

Die auch von der DFG-VK unterstützte, längste Friedensdemonstration Deutschlands rückt in den Blick, dass Deutschland massiv aufgerüstet und Rang sieben bei den Militärausgaben aller Staaten hat. Hinzu kommen neue autonome Waffensysteme, die die Schwelle zum Einsatz militärischer Gewalt senken.
Mit „Frieden in Bewegung“ demonstrierten die Wandernden für eine globale Abrüstung, eine neue Entspannungspolitik, ein Verbot von Rüstungsexporten sowie einen Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag.

Die Wandernden, die am 8. Juni 2021 in Weinheim angekommen sind, wurden von Mitglieder der NaturFreunde aus Weinheim und Mannheim sowie der DFG-VK MA-LU und Heidelberg freudig empfangen und begrüßt. Friedenswandernde in WeinheimNach einer Rede und einer Pause zur Regeneration zog eine Gruppe von etwa drei Dutzend Menschen demonstrativ durch die Altstadt und zum Schlosspark. Nach verschiedenen Reden folgte ein musikalischer Abend mit lokal bekannten Musikern.

Rüstig aber friedlich statt aufrüstend und säbelrasselnd – von Weinheim nach Heidelberg
Am Morgen des 9. Juni empfing der Weinheimer Oberbürgermeister Manuel Just die Wandernden vor dem Rathaus, das mit der Mayors-for-Peace-Fahne und der NF-Fahne geschmückt war. Er beglückwünschte sie zu ihrem Engagement und sagte, dass seine Mitgliedschaft bei den Mayors-for-Peace eine wichtige Möglichkeit sei, um das Bewusstsein zu fördern, wie dringend nötig die atomare Abrüstung ist. Er hat sich auch dafür eingesetzt, dass Weinheims Gemeinderat den ICAN-Städteappell beschlossen hat.

Es waren 25 Teilnehmende, sich auf den Weg machten und dabei die Naturschönheit des Odenwalds erleben und sich (falls gewollt) angeregt unterhalten konnten. Die erste Rast wurde im idyllisch gelegenen Naturfreundehaus Schriesheim eingelegt. Zur Stärkung und Motivation gab es eine leckere Gemüsesuppe gratis und kühle Getränken gegen den Durst. In einem Kurzvortrag wurde das Schicksal eines Deserteurs skizziert, der sich in der Nazizeit weigerte deren Kriegsmaschinerie zu unterstützen.

Gemäß der alten Weisheit „wer rastet der rostet“, machten sich die noch kräftigen und motivierten 14 Wandernden auf den zweiten Teil der Strecke. An dessen Ende wurden sie mit einem herrlichen Panoramablick über den Neckar und das Alte Schloss nach 28 Kilometern zu Fuß belohnt. Am Uniplatz gab es dann wieder eine freudige Begrüßung und eine kämpferische Rede von Regina Schmitt-Kühner vom Bundesvorstand der NF.

Ein steiler Weg – von Heidelberg nach Mühlheim
Das Engagement für (atomare) Abrüstung und Rüstungsexportverbot ist oft unbequem und anstrengend aber nötig, denn die Mächtigen, die Masters of war, machen es uns bewusst schwer.

Sie wollen alle Welt glauben machen, nur Waffen und Militär würde uns Sicherheit ermöglichen. Sicher ist dabei aber nicht das Leben von Millionen von Menschen weltweit, wohl aber die Gewinne der Besitzer (und Aktionär*innen) der Rüstungsunternehmen. Mthilfe der Unterstützung durch bestimmte Politiker*innen, die gerne den Mythos von der Wirksamkeit der militärischen „Lösungen“ verbreiten, bleiben ihre Auftragsbücher mit Sicherheit gefüllt.
Der Aufstieg zum Königsstuhl am Anfang der mit 30 Kilometer ziemlich langen von Horst Rehfuß geführten Strecke am 10. Juni war zwar schwer aber im Vergleich zu den Herausforderungen beim Engagement für Frieden selbst gewählt. Vielleicht motiviertes dieses die Wandernden, bis zum Ziel durchzuhalten und es zu erreichen.

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