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Aktuelle Seite: Startseite / Aufstehen für Frieden!

Aufstehen für Frieden!

Friedensfähigkeit statt Aufrüstung, Militarisierung und Kriegsdienstzwang

15.000 Menschen haben am 3. Oktober 2025 in Stuttgart gegen Rüstungsexporte, gegen die Stationierung von Mittelstreckenwaffen und gegen die Wehrpflicht sowie für Waffenstillstand im Gazakrieg und der Ukraine, für Verhandlung und die Unterstützung von Kriegsdienstverweigerern demonstriert. Parallel gingen in Berlin 20.000 Menschen auf die Straße.

Aus Mannheim und Umgebung waren erfreulich viele Menschen nach Stuttgart gefahren, darunter viele junge. Exemplarisch für die Rednerinnen und Redner sind im Folgenden einige Aussagen von Margot Käßmann wiedergegeben.

„Wehrpflicht“ verharmlost, denn es geht um Kriegsdienstzwang

Margot Käßmann sprach als DFG-VK-Mitglied und macht anhand von Zitaten führender deutscher Politiker deutlich, wie sie Kriegsangst schüren und eine Vorkriegsstimmung erzeugen. Und sie nahm sie beim Wort und sagte. „Der Begriff `Wehrpflicht’ ist verharmlosend. Das Grundgesetz garantiert: ‚Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden.‘ Ich spreche deshalb nicht von Wehrpflicht, sondern vom Kriegsdienstzwang.“

„Wenn es um Wehrpflicht geht, dann um die Pflicht, sich dagegen zu wehren, Kriegsdienst leisten zu müssen.“

Dank ihrer Fähigkeit zu sprachlicher Genauigkeit machte Käßmann klar, was die eigentliche Aufgabe ist. „Wenn es um Wehrpflicht geht, dann um die Pflicht, sich dagegen zu wehren, Kriegsdienst leisten zu müssen.“ Daher gelte es, hierzulande Beratung für das Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung anzubieten und Kriegsdienstverweigerern aus Russland und der Ukraine Asyl zu gewähren.

Den brutalen Überfall der Hamas auf Kinder, Frauen und Männer in Israel kritisierte Käßmann und zeigte sich schockiert vom Elend, das Israels Armee im Gazastreifen verursache. Das dürfe nicht durch deutsche Waffen unterstützt werden. Die Regierung Netanyahu sei nicht Israel und Israel nicht das Judentum. Judenhass und Antisemitismus stünden im Widerspruch zur Friedensbewegung.

Statt „Schnupperpraktika“ bei der Bundeswehr sprach sie sich für Friedenserziehung. Kinder müssten Bildung bekommen, statt durch Bomben bedroht und getroffen zu sein. Ihre Zukunft werde nicht durch Rheinmetalls Aufrüstung gesichert. Nötig seine Konzepte für ein friedliches Zusammenleben auf unserem Planeten, um auch die Klimakatastrophe zu verhindern.
Zur Rede von Margot Käßmann
Video von Margot Käßmanns Rede

Zahlreiche Redemanuskripte sowie Videos von Redner:innen und Künstler:innen sowie das Medienecho findet man hier: https://nie-wieder-krieg.org/berichte-stuttgart-031025/









Nie wieder kriegstüchtig! Stehen wir auf für Frieden!

Flyer-Bild Friedensdemo 3.10.2025 Stuttgart + Berlin

Bundesweite Demonstrationen in Stuttgart und Berlin

Die DFG-VK MA-LU ruft dazu auf, sich an der Demo in Stuttgart (oder Berlin) zu beteiligen und dafür zu werben.
Wir treffen uns um 9 Uhr vor dem Hbf. MA, um gemeinsam mit dem Zug nach Stuttgart zu fahren.

Aufruftext

Wir sagen Nein zu allen Kriegen und lehnen die gefährliche Hochrüstung ab. Die Umsetzung des Fünf-Prozent-Ziels würde bedeuten, dass fast jeder zweite Euro aus dem Bundeshaushalt in Militär und kriegsrelevante Infrastruktur fließt. Die Hochrüstung führt zu massiver Verschuldung, drastischem Sozialabbau und der Militarisierung der Gesellschaft.

Dies geht insbesondere auf Kosten der Kinder und Jugendlichen, der Alten und Kranken sowie der arbeitenden Menschen. Die Hochrüstung blockiert zudem den Kampf gegen die Klimakatastrophe, Umweltkrisen und weltweite Armut.

Die Politik der Konfrontation setzt unsere Sicherheit aufs Spiel, statt sie zu gewährleisten. Waffenexporte und Eskalationspolitik verschärfen Kriege und Krisen und verlängern sie. Nicht die Kriegstüchtigkeit Deutschlands ist unser Ziel, sondern seine Dialogfähigkeit und seine Bereitschaft zur Abrüstung.

Wir fordern von der Bundesregierung:

  • o Stopp des Hochrüstungskurses. Stattdessen Abrüstung für Soziales, Klima und Entwicklung.
  • o Keine Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland. Entschlossenen Einsatz für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen.
  • o Nein zur Wehrpflicht.
  • o Stopp der Militarisierung der Gesellschaft. Keine Unterordnung von Gesundheitswesen, Bildung und Wissenschaft unter Kriegstüchtigkeit.
  • o Asyl für Menschen, die sich dem Krieg verweigern und von Krieg bedroht sind.
  • o Diplomatisches Engagement für ein schnelles Ende der Kriege in Europa und im Nahen und Mittleren Osten.
  • o Die Bundesregierung darf sich nicht weiter mitschuldig machen an einer von immer mehr Staaten und Organisationen als Völkermord klassifizierten Kriegsführung im Gazastreifen. Sie muss alles tun, damit der Krieg, die Vertreibung der Palästinenserinnen und Palästinenser und der Einsatz von Hunger als Waffe umgehend beendet werden.
  • o Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag.
Bundesweite Friedensdemos am 3. Oktober in Berlin und Stuttgart

Unsere Vision bleibt eine Welt ohne Atomwaffen und Krieg. Wir fordern gemäß der UN-Charta, auf die Anwendung und Androhung von Gewalt in den internationalen Beziehungen zu verzichten. Es braucht die Stärke des Rechts und nicht das Recht des Stärkeren.

Wir lehnen alle Kriege ab. Wir trauern um alle Opfer von Kriegen und Gewalt und verurteilen alle Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. 

Wir wollen:

  • o Diplomatische Initiativen. Nur Verhandlungen und Abrüstung schaffen Sicherheit.
  • o Eine neue Entspannungspolitik für Europa, die die Friedens- und Sicherheitsinteressen aller Beteiligten berücksichtigt.
  • o Politische Konfliktlösungen, Friedenslogik und eine Kultur des Friedens.

Frieden braucht die Verteidigung der Demokratie und das Engagement jedes Einzelnen. Frieden braucht Bewegung. 

Frieden ist die Grundlage für ein gutes Leben künftiger Generationen.

Deswegen demonstrieren wir am 3. Oktober in Berlin und Stuttgart!

Rassismus, Antisemitismus, Faschismus und alle Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit lehnen wir ab. Deshalb gibt es keine Zusammenarbeit mit rechtsextremen und demokratiefeindlichen Kräften. Diese können auch nicht Teil unseres Bündnisses sein. Wir bitten, auf Parteifahnen zu verzichten. Einverstanden sind wir mit Transparenten und Schildern (auch mit Parteilogo), die Inhalt und Zielen der Demonstration entsprechen.
Kontakt für die DFG-VK MA-LU
mannheim@dfg-vk.de + 017650218312

Auf der Webseite friedensdemo0310.org hat der Vorbereitungskreis „Nie wieder kriegstüchtig! Stehen wir auf für Frieden!“ aktuelle Informationen und Materialien zusammengestellt, wie unter anderem einen
allgemeinen Faltflyer als PDF, der auch die Redner:innen auflistet. FLYER RUNTERLADEN

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